Keine neue Welt ohne neue Sprache

Ingeborg Bachmann


Mitkuration Literaturfestival TEXTLAND

2018 bis 2022: TEXTLAND Literaturfestivals I-V in Frankfurt am Main

Textland ist ein Projekt der Faust Kultur Stiftung, der Trägerin des Online-Feuilletons faustkultur.de. Es setzt sich mit der dynamischen Entwicklung von Literatur und Sprache sowie Wissenschaft und Kunst in unseren pluralen Lebenswelten auseinander. Das Textland Literaturfest ist ein jährlich stattfindendes Festival. Textland hat sich seit 2018 als Veranstaltungsformat etabliert und wird als Bühne radikaler Vielfalt wahrgenommen. Auf ihr kommen literarische und journalistische Stimmen zu Wort, die unterschiedliche Narrative zu den wachsenden Herausforderungen einer pluralistischen Gesellschaft präsentieren. In lebendigen Gesprächen und Diskussionen nehmen die Autor:innen Themen wie struktureller Rassismus, Diskriminierung und Stigmatisierung unter die Lupe und suchen nach Wegen, die langfristig in eine inklusive Form des Zusammenlebens münden können. Dies geschieht im Rahmen eines Prozesses, der neue Perspektiven auf Wirklichkeit eröffnet. Zentrales Anliegen von Textland ist hierbei, die besondere Leistung von Literatur und Theater als fiktionalen Reflexionsraum für die Aushandlungen des Politischen deutlich zu machen.

TEXTLAND Website

Herausgeberschaften

Sammelbände im Verlag Edition Faust


Inhalte

TEXTLAND I

Made in Germany

Made in Germany versammelt eine Auswahl an Stimmen deutscher Gegenwartsliteratur, die in Form von Erzählungen, Gedichten und Essays Denkräume eröffnen – und in ihrer literarischen Fiktionalität vor allem starke, gesellschaftspolitische Akzente setzen.

TEXTLAND II

Erinnern, Erzählen, Identität

Made in Germany, das ist heute eine durch Vielfalt gekennzeichnete Gesellschaft, geprägt von diversen Identitäten und Erinnerungen. Entsprechend vielschichtig und facettenreich sind die Formen des Erzählens, denen Textland II nachspüren möchte.

TEXTLAND III

Wehrhafte Kunst

Im 30. Jahr der sogenannten Wiedervereinigung, im 20. Jahr des Debattierens einer »deutschen Leitkultur« und im 10. Jahr seit Erscheinen von Sarrazins Kampfschrift eines neovölkischen Denkens geht es darum, die deutsche Gesellschaft so zu denken, wie sie heute schon ist: als eine Gesellschaft radikaler Vielfalt. Dabei wird Literatur und Kunst als Ort ernst genommen, an dem diese neue Realität gedacht und umgesetzt wird. Der Reader versammelt Beiträge von: Nuran David Calis, Sandra Gugić, Hadija Haruna-Oelker u.a.

TEXTLAND IV

Tanz um das goldene WIR

Hier schreiben Autor:innen zu den wichtigsten gesellschaftspolitischen und ethischen Frage: Wer sind Wir? Wer wollen wir werden? Wie wollen wir leben? Der Sammelband enthält Lyrik, Prosa und Essays zum Thema und entwirft ein kaleidoskopisches Bild der neuen, pluralen und deutschen Wirklichkeit. Mit Beiträgen von Mohamed Amjahid, Shida Bazyar, Max Czollek u.a.

TEXTLAND V

Die Macht der Literatur

Der Textland-Reader 2022 versammelt mit den Schriftsteller:innen Lena Gorelik, Hadija Haruna-Oelker, Ozan Zakariya Keskinkılıç, Fatma Aydemir, Hengameh Yaghoobifarah, Ewe Benbenek, Lea Schneider, Yade Yasemin Önder, Tomer Gardi, Alexandru Bulucz, Martin Piekar, Volha Hapeyeva u.a. die Avantgarde einer neuen, polyphonen deutschsprachigen Literaturszene, die das Thema Macht literarisch und performativ ergründet.

TEXTLAND VI

Utopie oder die Realität von morgen

Der das Textland Literaturfest 2023 begleitende Sammelband, mit dem gleichnamigen Titel »Utopie oder die Realität von Morgen«, versammelt Lyrik, Prosa und Essays, die das Thema literarisch und performativ ergründen. U.a. mit Beiträgen von Maryam Aras, Aleida Assmann, Lukas Bärfuss, Milena Michiko Flašar, Theresia Enzensberger, Nora Gomringer, Riccarda Gleichauf, Klaus Kastberger, Meron Mendel, Arnold Stadler, Ralph Tharayil, Deniz Utlu.

Journalistische Tätigkeiten. Buchrezensionen, Lektorat


textor.online

Literaturrezensionen & Interviews

Auf der Künstler:innenseite textor.online sind Literaturrezensionen, Interviews mit Autor:innen und Wissenschaftler:innen von mir zu finden.

Riggaros.de

Literaturblog

Riggaros.de ist ein Literaturblog, der sich mit Publikationen auseinandersetzt, die gesellschaftskritisch und divers sind. Im Fokus stehen vorwiegend als weiblich gelesene Stimmen, die von den Rändern der Gesellschaft kommen und andere Geschichten in einer anderen Sprache zu erzählen wissen. Bachmanns Utopie: „Keine neue Welt ohne neue Sprache“ ist Leitmotiv dieser schreibenden Suchbewegung, die in den Werken sichtbar wird.

Journal Frankfurt

Interviews

Für die Reihe "Gesicht der Stadt" lasse ich junge Migrant:innen ihre Erfolgsgeschichten erzählen.

Lektorat

Lektorat

Texte mit einer besonderen Sprache, lektoriere ich gerne. Aktuelles Lektorat im Bereich Lyrik: Julia Mantel, Wenn du eigentlich denkst, die Karibik steht dir zu (Edition Faust). Anfragen können Sie gerne an folgende Mailadresse schicken: Riccarda.Gleichauf@gmail.com

Text und Musik

Zusammen mit der Jazzband EvasApfel mache ich Veranstaltungen.
Gelesen werden Kurztexte aus meinem Repertoire. „Shortcuts“, thematisch bezogen auf Jazzstandards,
wie fever, masquerade oder blue moon.

Veranstaltungen in der Milchsackfabrik

Aussichten einer Empfangsdame

Verlag NeuWerk (Kulturmaschinen Verlag Imprint), 20.03.2026


Eine hochqualifizierte Akademikerin findet sich plötzlich hinter einem Empfangstresen wieder. Zwischen Telefonen, Besucherausweisen und dem täglichen Mantra der „flachen Hierarchien“ wird sie zur Schnittstelle eines Unternehmens, das von Effizienz spricht, aber Abhängigkeiten produziert. Während sie freundlich lächelt und Termine koordiniert, beginnt sich innerlich ein Riss zu öffnen: zwischen dem eigenen Selbstbild und der Rolle, die sie ausfüllen muss, zwischen geistigem Anspruch und funktionaler Dienstbarkeit.

Aussichten einer Empfangsdame erzählt mit präziser Beobachtungsgabe von prekärer Arbeit, verdeckten Machtspielen und der stillen Erosion einer Bildungsbiografie – und fragt, wie viel Selbst im System der Erwerbsarbeit bestehen bleiben kann.

»Riccarda Gleichaufs Prosa atmet Gegenwart: Prekäres Arbeiten und entfremdete Lohnarbeit, die teilweise Unsichtbarkeit von (Bildungs-)Biografien in der Berufswelt, das Verschwinden des geistigen Menschen durchs Funktionierenmüssen.« (Julia Mantel)

Ausstattung: kart. / geb. / eBook
Preis: 14,00 € (PB) / 24,00 € (HC) / 4,99 € (eBook)
ISBN: 978-3-910300-14-9 (PB) / 978-3-910300-15-6 (HC) / 978-3-910300-16-3 (eBook)

Pressematerial: Kulturmaschinen Verlag
Online Handel: Gebundene Ausgabe (24 EUR) | Taschenbuch (14 EUR) | eBook (4,99 EUR)

Ab sofort in allen Offline- und Online-Buchhandlungen verfügbar.




Nilgül und Hausen

Das Kinderbuch ist ab fünf Jahren und überall im Buchhandel erhältlich: Mirabilis Verlag


An einem idyllischen See leben Nilgänse und Stockenten friedlich nebeneinander. Doch eines Tages eskaliert ein Streit darüber, wer als erstes an diesem schönen Ort genistet hat. Die Stockenten, allen voran der Anführer Putus und sein Gefährte Stocki Grünhals, beanspruchen das Gewässer für sich und ihre Gemeinschaft, weil sie meinen, die wahren Einheimischen zu sein. Dem widerspricht eloquent die studierte Nilgans Nilgül, die betont, dass Stockenten ursprünglich aus Nordamerika kommen, also Fremde am eigenen Gewässer sind. Hausen, der „Denker“ unter den Stockenten, beobachtet den Streit unter den Tieren vom Ufer aus und trifft wenig später auf Nilgül. Die beiden starken Charaktere sind sich zunächst unsympathisch, beäugen und belächeln sich misstrauisch. Als Hausen Nilgüls Familie aus einer lebensbedrohlichen Situation rettet und wiederum Nilgüls kluge Freundin Gundula den Stockenentenanführer Putus von seinen Bauchschmerzen heilt, entwickelt sich zwischen Hausen und Nilgül eine Romanze. Die großgewachsene Nilgans wirbt mit einem Lied um den kleingewachsenen Enterich, dessen Refrain den Kern der Geschichte beschreibt: Ob groß oder klein, lasst uns doch alle anders sein…

In Nilgül und Hausen wird das Anders-Sein gefeiert und am Ende sind es die Gefühle, die grenzüberschreitend wirken.

Die Handlung wird von Liedbeiträgen der Jazz- und Popband EvasApfel begleitet, die sich zum Mitsingen eignen.

Kurzbiografie

Riccarda "DaRigga" Gleichauf


Riccarda Gleichauf blieb den Büchern nach einer Buchhändlerinnenlehre in Frankfurt am Main treu und studierte anschließend dort Philosophie und Germanistik.

Es folgten Veröffentlichungen im Bereich Kurzprosa und Kinderbuch.

Sie ist Herausgeberin der Textland-Anthologien zum gleichnamigen, jährlich stattfindenden Literaturfestival.

Als Literaturrezensentin und Bloggerin gehört sie zur Redaktion des Kulturportals textor.online.

Aussichten einer Empfangsdame ist ihr Romandebüt.

Fotograf: Alexander Paul Englert